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Marina Schönemeier

Die dunkle Wolke - 02.04.2010

Die dunkle Wolke in meinem Kopf Wenn ich morgens aufwache, danke ich Gott dafür, dass ich wieder einen neuen Tag erleben darf.Es ist leider unabdingbar, dass die Frage in meinem Kopf herumschwirrt ob ich am Leben bleiben darf. Meine Prognosen von den Ärzten sind durchweg positiv und meine Befunde sagen auch dass ich gesund werde. Trotz alle dem bleibt ein ganz kleiner Zweifel, der an mir nagt.
Das geht mit Sicherheit allen so, die an Krebs oder einer anderen schweren Krankheit leiden. Ich bin absolut positiv und lebensbejahend eingestellt und versuche permanent nicht in diese Richtung zu denken, aber es ist mir noch nicht gelungen diese kleine dunkle Wolke aus meinem Kopf zu verbannen. Erst gestern sind mir aus heiterem Himmel die Tränen gekommen als ich mich mit meinem Mann über meinen Krankheitsverlauf unterhielt. Wir sprachen darüber was wir in den letzten elf Monaten alles gemeinsam bewältigt haben, und was wir in der Zukunft noch alles erleben möchten.
Plötzlich war sie da die dunkle Wolke, ohne das ich es wollte und ich musste weinen. Erst da ist mir bewusst geworden, auch wenn man stark ist und ganz zuversichtlich und positiv und meint sich nicht unterkriegen zu lassen, die Angst zu sterben, trotz aller Logik und Medizin, einfach da ist. Das ist glaube ich ganz natürlich. Deshalb denke ich für mich, lass es zu.
Ich habe mich dazu entschlossen für mein Leben zu kämpfen und keiner von uns weiß was Morgen ist. Also versuche ich mich mit diesem „bösen“ Gedanken zu arrangieren. Die „dunkle Wolke“ ist da, muss aber nicht mein ganzes Tun und Sein beeinflussen. Die Tage an denen ich voller Lebenslust und positiver Energie bin überwiegen deutlich. Und das ist gut so.

 

 

Marina Schönemeier  •  Marschdamm 31  •  21640 Horneburg