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Der erste Schock sitzt tief!

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Meine Selbstabtastung
April 2009

Die Selbstabtastung

Ich hatte schon eine Zeit lang eine Verhärtung an meiner linken Brust, dachte aber immer das diese durch meine Bügel BH´s entstanden ist, genau an der Stelle an dem der Bügel endet. In regelmässigem Abstand taste ich meine Brüste schon immer ab, aber dieses mal hatte ich kein so gutes Gefühl dabei, denn die Verhärtung war größer als sonst. Jetzt hatte ich richtig Angst bekommen zu meiner Frauenärztin zu gehen, was wenn sie etwas feststellt vor dem ich Angst hatte? Ich kann aber nicht davor weglaufen, auch wenn ich es gerne getan hätte. Zumal ich gerade einen neuen Job angefangen hatte, im Managment. Da fällt man nicht so einfach aus. Und wie würde meine Chefin darauf reagieren, falls es doch etwas schlimmes ist? Fragen über Fragen, aber erst habe ich das ganze einfach verdrängt. Es wird schon nichts schlimmes sein, schließlich hatte ich vor ein paar Jahren schon einen Knoten in der rechten Brust. Der wurde entfernt und war nicht bösartig. Also wenn ich links einen Knoten habe, wird der einfach rausgeschnitten und gut ist. Wird schon nicht so schlimm sein beruhigte ich mich. Ich machte dann aber ein paar Tage später (das war gelogen, ein paar Wochen später) einen Termin bei meiner Frauenärztin.

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Besuch beim Frauenarzt
April 2009

Beim Frauenarzt

An dem Tag begleitete mich mein Mann, es ging mir nicht gut, ich hatte schon große Angst vor dem was da kommt. Meine Gefühle spielten verrückt, was wenn doch, ich mochte das Wort "Brustkrebs" nicht einmal aussprechen. Mein Mann war ganz still und in sich gekehrt, er hatte auch große Angst.Wie er mir später berichtete, hatte er mit der Diagnose Krebs gerechnet.
Nach der Untersuchung kam dann das, womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Oder nicht rechnen wollte! Meine Ärztin sagte zu mir:" Frau Schönemeier ich befürchte sie haben Brustkrebs, es sieht alles danach aus." Wir müssen ganz schnell einen Termin zur Mamographie machen. Es hat mich einfach umgehauen. Ich wußte nicht was ich denken, geschweige denn sagen sollte.
Ich weinte nur noch und war wie gelähmt. Handlungsunfähig. Mir gingen tausend Dinge durch den Kopf. Meinem geliebten Mann versagte der Kreislauf. Ich muß dazu sagen, dass mein Mann auch an Krebs erkrankt war. Dieses hatten wir gerade abgearbeitet. Und dann das. Er sagte nur zu mir Schatz wir schaffen das, gemeinsam sind wir Stark. Und das stimmt. Unserere Liebe zueinander ist so groß, da ist auch die Kraft das durch zu stehen.

 

 

Marina Schönemeier  •  Marschdamm 31  •  21640 Horneburg