.:. Impressum .:. Kontakt .:. Home .:.

Strahlentherapie vom 16.01.2010 - 22.02.2010

ein Bild von...

Das Schulterblatt ist nur leicht verletzt

Die Haut braucht sehr viel Pflege.

So hatte ich dann auch meinen ersten Termin in der Radiologie. Am 16.12.2009. Da hatte ich erst einmal ein langes Gespräch mit dem Onkologen, der für die Strahlentherapie zuständig ist. Zum Schluss bekam ich den Termin für die Computer-Tomographie. An diesem Tag sollte alles eingemessen werden. Der 06.01.2010 war dieser Tag. Ich fuhr in Begleitung meines Mannes zu diesem Termin und wir saßen erst einmal ewig lange im Wartezimmer. Das hat mich an diesem Tag ganz fertig gemacht. Trotz alle dem hat es dann doch geklappt, dass ich meine Zeichnungen auf den Körper bekam. Es wurde damit das Bestrahlungsfeld festgelegt. Dann bekam ich mit einem schwarzen Filzstift (Edding) Markierungen aufgezeichnet, die dann mit Silikonpflaster abgeklebt wurden. Gut somit hatte ich meine Markierungen und es konnte losgehen, dachte ich. Ich wurde wieder nach Hause geschickt mit einem Termin 10 Tage später. So lange sollte ich aufpassen, dass die Markierungen erhalten bleiben, was gar nicht so einfach war. Ich habe jeden Tag Sport gemacht. Durch das Schwitzen und das Duschen hatte ich damit ein echtes Problem. Irgendwie ist dann von den Markierungen doch noch genug übrig geblieben, dass ich zehn Tage später beginnen konnte mit der Therapie. Die ersten drei Bestrahlungen waren noch ganz einfach. Die Haut sah ganz in Ordnung aus und mein Allgemein Zustand war auch gut. Ich habe nur sehr mit den Nebenwirkungen der Hormontherapie zu kämpfen. Ich habe schon im Dezember mit den Tamoxifen Tabletten angefangen. Die meisten Patientinnen fangen erst nach der Strahlentherapie mit der Hormontherapie an.


ein Bild von...

Am letzten Tag der Strahlentherapie
Marina 22.02.2010

Am Ende der Strahlentherapie wurde es sehr eng.

Wie ich gehört habe von anderen Frauen, die ich in der Strahlentherapie kennen gelernt habe. Mein behandelnder Arzt aus der Klinik hat mir aber geraten damit gleich anzufangen. Jedenfalls habe ich mich nach der vierten Bestrahlung schon nicht mehr so toll gefühlt. Ich war sehr müde und manchmal war es mir Übel. Die Haut hat auch schon leichte Rötungen gehabt. Jetzt konnte ich das Bestrahlungsfeld schon genau lokalisieren. Trotzdem habe ich versucht meinen Sport weiter zu machen und auch sonst wie immer am Leben teil zunehmen. Ich weiß nicht mehr nach der wievielten Bestrahlung ging irgendwie gar nichts mehr. Ich war nur noch müde und mein Gemütszustand war auch nicht so gut. Ich befand mich in einem Tief. Als ich die Hälfte der 28 Bestrahlungen geschafft hatte war ich schon froh. Ich rappelte mich irgendwie wieder auf und versuchte wieder voran zu schauen. Nach jeder Bestrahlung sah meine Haut immer schlimmer aus. Rot und entzündet. Ich habe ganz viel die Haut mit Cremes gepflegt und dann kam noch eine Pflaster-Allergie dazu. Dadurch konnten die Markierungen nur noch gemalt werden. Das war zum Wochenende immer eine Herausforderung für die Damen der Strahlentherapie, da dann ganz viel gemalt werden musste, damit am Montag noch etwas übrig war. Die Damen in der Radiologie waren übrigens immer super freundlich und mitfühlend, was mir sehr geholfen hat. An dieser Stelle ein dickes Danke an diese freundlichen Helferinnen von der Radiologie. Kurz vor meiner letzten Bestrahlung, ich hatte nur noch fünf vor mir, schickte mich die MTA von der Radiologie zum Arzt. Sie sagte zu mir:“ Frau Schönemeier ich muss sie jetzt mal zum Doktor schicken, weil die Haut so schlimm aussieht, das soll er sich anschauen, ob wir weiter Bestrahlen können.“ Oh Schreck, so kurz vor dem Ende? Das wollte ich natürlich nicht. Der Arzt schaute, runzelte die Stirn und sagte dann, zu meiner Erleichterung, na gut wir werden die letzten Bestrahlungen noch vornehmen. So bald aber eine dramatische Verschlechterung eintritt, werden wir Schluss machen. Ich möchte Sie nach den einzelnen Bestrahlungen sehen. Ich habe jeden Tag gebetet, dass es nicht schlimmer wird. Dann habe ich die Zähne zusammen gebissen und die letzten fünf Bestrahlungen auch noch geschafft. Das hat mich so viel Kraft gekostet. Ich war nur noch müde, unmotiviert und einfach ein Nervenbündel. In dieser Zeit hat mein Mann es wirklich nicht leicht gehabt mit mir und ich muss sagen, dass er es klasse gemeistert hat mich immer wieder zu motivieren und bei „Laune“ zu halten. Schließlich habe ich mich dann riesig gefreut als ich dann den Termin für die Letzte Bestrahlung hatte. Es war ein Gefühl als wenn Du wieder in die Freiheit entlassen wirst, da du ja nicht mehr jeden Tag los musst um deinen Körper bestrahlen zu lassen. Am 21.02.2010 hatte ich es GESCHAFFT. Jetzt werde ich mich erst einmal erholen, wir fahren für ein paar Tage nach Süddeutschland mal raus aus der gewohnten Umgebung und dann werde ich meinen Wiederaufbau planen.
Jetzt sind 3 Wochen vergangen und meine Haut sieht schon wieder viel besser aus.


>>> 3 Wochen danach >>>

 

Marina Schönemeier  •  Marschdamm 31  •  21640 Horneburg