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Meine Familien und der Krebs.

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Marina 2010

Der Krebs und unserer Familie.

Für mich ist Familie sehr wichtig, das Wichtigste. Mit meiner Familie kann ich Spaß haben, Krisen bewältigen, reden, teilen, zärtlich sein, Liebe spüren und Geborgenheit bekommen und geben, aber auch streiten und versöhnen. Der Krebs spielte in meiner Familie schon immer eine Rolle. Väterlicherseits sind viele Krebserkrankungen vorgekommen. Ich wurde damit schon sehr früh konfrontiert. Im Alter von sechs Jahren verlor ich meinen Vater durch eine Krebserkrankung. Er hatte Lungenkrebs. Seine Krebserkrankung war verkapselt. Durch einen Verkehrsunfall brach er auf und hat meinen Vater das Leben gekostet. Für mich brach eine Welt zusammen. Ich war einfach zu klein um das zu verstehen. In den nachfolgenden Jahren/Jahrzehnten, verlor ich mehrere Familienmitglieder. Ich hasste den Krebs und er machte mir Angst.
Dann kam dass, was ich mir niemals vorstellen konnte, mein Mann erkrankte an Krebs. Ich war so traumatisiert, dass ich es gar nicht realisieren konnte was mit ihm passierte. Nasopharynxkarzinom-Schminke Tumor 3Stufe. Ich konnte es nicht verstehen. Angst und Panik beherrschte zu diesem Zeitpunkt mein Leben. Ich war einfach nicht in der Lage auch nur das Wort „Krebs“ auszusprechen. Mit meinem Mann konnte ich dieses nicht besprechen und mit ihm gemeinsam zu bearbeiten. Ich weiß heute, wo ich mich selbst in dieser Lage befinde, dass ich ihm in dieser Beziehung keine gute Hilfestellung geben konnte. Ich funktionierte einfach nur. Die Kinder waren noch recht klein und ich habe auch viel gearbeitet. Karl-Heinz war so positiv und hat seinen Kampf gegen den Krebs aufgenommen, und ich? Ich war Starr wie eine Salzsäule!
Unser Freund Andreas hat mit Karl-Heinz zusammen gekämpft und gewonnen. Erst ein paar Jahre später konnte ich mit Karl-Heinz darüber sprechen. Ich fing an mich mit dem Krebs auseinander zu setzen, denn er kam immer öfter in unserer Familie vor, Oma, Opa und ein Onkel. Vor 6 Jahren verlor ich eine sehr liebe Freundin von mir an Brustkrebs. Das war mein erster Kontakt mit dem Brustkrebs. Ich erkannte für mich wie wichtig Vorsorge und Selbstabtastung sind. Von diesem Zeitpunkt an wurde dies zur Selbstverständlichkeit. Auch meiner Tochter machte ich verständlich wie wichtig diese Maßnahmen sind.
Vor drei Jahren dann der nächste Schock, eine andere Freundin bekam Brustkrebs. Sie kämpfte einen harten Kampf, den sie vor zwei Jahren verlor und verstarb. Deshalb möchte ich hier an dieser Stelle an Euch alle appellieren. Es ist sehr, sehr wichtig diese Untersuchungen, sei es die Selbstabtastung und Vorsorge-Untersuchungen in Anspruch zu nehmen. Je früher eine Erkrankung diagnostiziert wird, desto besser sind die Heilungschancen.



 

Marina Schönemeier  •  Marschdamm 31  •  21640 Horneburg