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Werde Ich mein Leben anderes Leben?

ein Bild von...

Fotoshooting Douglas April 2010.............

Was möchte ich in Zukunft?

Während meiner Genesungsphasen habe ich viel darüber nachgedacht was ich in der Zukunft machen möchte. Möchte ich Veränderungen, bin ich richtig platziert in meinem Job, kann ich noch andere Dinge anschieben und will ich überhaupt etwas verändern? Kann ich betroffenen Frauen meine helfende Hand reichen und ihnen damit den Weg ihrer Krankheit ein wenig leichter machen? Ist es für mich ein Weg meine eigene Erkrankung besser zu verarbeiten und abzuarbeiten?
Lange habe ich mich mit diesen Fragen beschäftigt und wurde bedingt durch die Umstände zu manchen Veränderungen gezwungen.
Selbst habe ich mich durch meine Krankheit auch verändert, was mit Sicherheit vielen auch so ergangen ist. Mein Denken und Handeln hat sich verändert, was ich in vielen Situationen festgestellt habe. Wenn ich etwas möchte, dann fordere ich es ein, auch wenn es manches Mal etwas starrsinnig wirkt.Vor meiner Krankheit habe ich auch schon öfter einmal gute Mine zu bösem Spiel gemacht. Ich wollte mich nicht damit auseinandersetzen, und nahm es einfach hin wie es ist. Heute tue ich das nicht mehr so häufig. Da stelle ich mich hin und sage auch mal: „Das möchte ich jetzt und basta“. Das war für meine Familie und Freunde auch neu, aber sie haben sich mittlerweile daran gewöhnt.
Täglich spreche ich mit Menschen über die Krebserkrankung und wünsche mir, dass es in Zukunft kein so großes Tabuthema mehr sein wird. Darüber muss viel in der Öffentlichkeit berichtet und aufgeklärt werden. Aber auch nicht einseitig, dass ist sehr wichtig. Zum Beispiel bezüglich des Themas Brustentfernung. Da wünsche ich mir dass auch dargestellt wird, dass es Frauen gibt, und nicht gerade wenig, die keinen Wiederaufbau machen lassen weil sie auch ohne Brust glücklich leben. Nicht immer nur muss davon gesprochen werden, dass es Frauen doch brauchen ihre Brust aufbauen zu lassen. Das stimmt so nicht. Genug Frauen leben auch bewusst und zufrieden ohne Brust. Natürlich muss im Gegenzug von den Frauen gesprochen werden, die nicht ohne Brust sein wollen. Es sollten immer beide Seiten erwähnt sein. Das ist Objektiv.
Wünschenswert ist auch eine Information und Aufklärung über die Brustkrebserkrankung für „nicht Betroffene“. Es ist mir aufgefallen, dass Menschen aus meinem Umfeld sich zurück gezogen haben, als ich meine Diagnose bekommen habe. Das liegt meiner Meinung auch mit daran, dass es nicht genug Aufklärung gibt und dadurch sind die Menschen verunsichert und meiden den Kontakt, weil sie Angst haben etwas falsches zu sagen. Für die Menschen bedeutet Krebs gleich Tod, weil sie es nicht besser wissen. Das muss anders werden.
liebe grüße
Marina







     
Marina Schönemeier  •  Marschdamm 31  •  21640 Horneburg